Naturspur 2.0

Dokumentation des Prozesses

Inhalt:
0. Vorwort
1. Chronologie
2. Außerordentliche Mitgliederversammlung
3. Bestandsaufnahme
4. Budget-Planung
5. Soziokratie
6. Corona: Auswirkungen /Aktivitäten / Mehrarbeit
7. Weiteres Vorgehen

 

0. Vorwort

Liebe Naturspurler*innen,

da es in absehbarer Zeit nicht möglich sein wird, sich in größeren Gruppen zu treffen und da einige der folgenden Informationen bereits im Juli mitgeteilt werden sollten, nutzen wir nun diese Art der Informations­verteilung.

 

PETRA

Es gab in diesem Jahr schon mehrere Anläufe, Naturspur 2.0 zu starten und nun ist es so weit. Bevor ihr euch der Präsentation widmet, in der wir für euch den Umstrukturierungsprozess und alles was seit dem passiert ist noch einmal Revue passieren lassen, holen wir noch etwas weiter aus.
Die außerordentliche Mitgliederversammlung im April 2019 wurde einberufen, um neue Wege zu gehen. Der Anstoß für den Prozess war meine Äußerung, dass sich Verantwortung und Zuständigkeiten auf mehrere Schultern verteilen müssen, da ich ansonsten aussteige.
Nach mehreren gescheiterten Versuchen, dies umzusetzen, stellte ich die Bau- und Pädagogentreffen bereits im November 2018 ein. Es hatte sich gezeigt, dass diese Form nicht geeignet und zielführend war, um gemeinschaftlich zu arbeiten.
Es reichte nicht an kleinen Stellschrauben zu drehen, sondern es war nur möglich alles in einem großen Wurf zu verändern. Aus diesem Grund wurde auch eine externe Moderatorin zu dem Prozess hinzugezogen. Ihre Aufgabe war, uns zu begleiten und ein Stück weit zu ermutigen, dran zu bleiben. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich oft nur auf aktuelle Anfragen, Missstände, Anregungen und Anmerkungen reagieren (Feuerwehrpolitik). Es wurden intern oft Dinge angedacht oder Vorschläge gemacht, diese jedoch nicht bis zum Schluss verfolgt. Daraus resultierte viel Arbeit für mich im Büro.
Zudem liefen viele Beschwerden auf für die es manchmal schwierig ist Verantwortliche zu finden, die bis zum Abschluss am Ball bleiben.

Mir ist es wichtig, hier noch einmal ganz zu den Anfängen zurückzugehen. Die ersten Jahre waren sehr vom Idealismus geprägt und wir haben etwas gestartet, ohne darauf zu achten wie viel Zeit wofür benötigt wurde und wie viel Energie in die Projekte floss. Diese Anfangshase wurde von einer Euphorie getragen. Mir ist bewusst, dass dies keinen Dauerzustand darstellen kann. Und hier schließt sich der Kreis zu den Problemen, die sich im Laufe der Jahre manifestiert haben. Eine Struktur wie bei Naturspur funktioniert nur (das haben eure eigenen Erhebungen im Rahmen des Prozesses gezeigt), wenn jede*r Einzelne hinter der Idee steht und ehrenamtliches Engagement in jeden Arbeitsschritt einfließen lässt. Im Coaching mit Martina mussten wir erfahren, dass solche Anfangsphasen meist nach 5 Jahren in geregeltere Abläufe gelenkt werden und kalkulierbare Kosten sowie ein kalkulierbarer Zeitaufwand für jeden Einzelnen und auch für Naturspur nötig sind.

Während des Prozesses hat uns Martina im August 2019 noch einmal die Frage gestellt, ob wir an der Struktur der Querfinanzierung festhalten wollen. Sie fand eine sehr gute Formulierung: Pädagogik geht nicht ohne Bau und diejenigen auf dem Bau müssen gute Pädagogen sein. Diese Erfahrung konnte ich in den letzten Wochen machen, da ich seit langem mal wieder eine Baustelle von A bis Z begleitet hatte. Dabei konnte ich überprüfen, ob das System, das wir hier leben, funktionieren kann oder nicht. Nach Abschluss der Pflanz- und Ansaat-Aktion in Hördt war klar, dass es gut funktioniert. Allerdings unter der Voraussetzung, dass der o. g. Satz tatsächlich gelebt wird. Denn nur wer die Idee von Naturspur verstanden hat und dahinter steht kann ein verantwortungsvoller Teil des Systems sein.
Das war nach meiner Vorstellung die Idee des Prozesses. Wenn ihr jetzt in die Protokolle und die Präsentation einsteigt, könnt ihr das sicherlich besser nachvollziehen und euch entscheiden, welchen Platz ihr in diesem System einnehmen wollt. Naturspur braucht dauerhafte und zuverlässige Partner*innen, die die Idee nach Außen tragen.

Aktuell haben wir den Eindruck, dass sehr viel Unverständnis herrscht für Maßnahmen, die in den letzten Wochen getroffen wurden. Es gibt unzählige Beispiele, die das Handeln erklären und die wir in loser Reihenfolge aufzählen: Von dem verschwundenen Zettel „Wer hat wann Sprit bei Süß geholt“, herumfliegenden Stapelleisten, Selbstbedienung in der Werkstatt für Privatbaustellen, fehlendes Werkzeug im Keller und in der Werkstatt, Werkzeug, das nicht an seinen Platz zurückgeräumt wurde, hinterlassen von defekten Maschinen, ohne Bescheid zu geben, Unordnung im Keller nachdem dort gearbeitet wurde, private Nutzung von Bussen ohne nachzutanken, nicht ausgeräumte und vermüllte Busse, nicht abgeladene Hänger, stehengelassene Gläser, Tassen und Flaschen im Raum, in der Küche und auf der Terrasse, liegengelassene nasse Schwimmwesten am Kanuplatz, fehlendes Floßbaumaterial, Seilkiste mit wirr verknoteten Seilen, die vorher beschriftet waren, Seile, die an Orten lagen an denen sie nichts verloren hatten bis hin zur Nichteinhaltung der Corona-Vorgaben auf dem Kanuplatz während der Sommerferien.

Solche Probleme gehören zur Historie von Naturspur wie die Diskussion über das Schärfen von Ketten. Ohne den Respekt vor dem Eigentum von Naturspur und eurem Verantwortungsbewusstsein, das Eigentum und die Räumlichkeiten so zu behandeln wie euer eigenes, müssen wir das bestehende Regelwerk ergänzen und das widerspricht all dem woran wir glauben.
Manche Beschlüsse haben sich bewährt: Es gibt seit 1,5 Jahren teure Felco-Scheren, die im Büro deponiert und daher noch nicht verschwunden sind. Und manche Beschlüsse wurden nie in Frage gestellt wie z. B. die Werkzeuge, die vom Gartenteam verwendet werden und in einem Schrank weggeschlossen sind. Oder das Eigentum der Geländegruppen, das ebenfalls hinter Schloss und Riegel steht und seitdem pfleglich behandelt wird und auch noch vollständig ist.

Das Gelände hat primär die Funktion als Lernort für Nachhaltigkeit und als Bildungsort für nachhaltige Entwicklung. Es ist der Arbeitsplatz der FÖJ, der Platz an dem Dinge für Baustellen und pädagogische Aktionen vorbereitet werden, wo Geländevormittage und Fortbildungen stattfinden. Alle weiteren Funktionen wie wohnen, duschen, Wäsche waschen, Übernachtung von Freund*innen, privates Werkeln wie z. B. Ausbau von Bussen, Werkzeuge, Busse und Hänger für den Privatgebrauch ausleihen, sind zweitrangig. Diese nachgeordneten Dinge sind möglich, wenn sie abgesprochen werden und ein verantwortungsvoller Umgang herrscht.

 

HANNES

Ergänzend zu Petras Ausführungen habe ich aus der Vielfalt der Themen, die mich beschäftigen, die Punkte Transparenz und Pädagogik hervorgehoben.

Transparenz, insbesondere im Naturspur-Kontext, definiert jede*r anders. Was betrifft mich? Was interessiert mich? Welche Entscheidungen betreffen mich?
Der Naturspur-Alltag ist so komplex, dass es fast unmöglich ist, darüber zu informieren. Der neu entstandene „interne newsletter“ kann den Austausch in den Pädagog*innen- und Bautreffen nicht ersetzen, jedoch die gewünschte Transparenz herbeiführen und ist zur Zeit die einzige Möglichkeit, alle Mitglieder*innen gleichermaßen über Aktuelles zu informieren. Obwohl dieses Medium allen zugänglich ist, zeigen die Klickzahlen allerdings, dass ihn nur 40 % lesen.
Mein Gefühl in den letzten Monaten war, dass sich das Verhältnis zwischen Hol- und Bringschuld stark verschoben hat. Dem „internen Kreis“ wurde des öfteren mangelnde Transparenz vorgeworfen. Ich sehe bei diesem Thema allerdings kein Einbahnstraßen-Prinzip, sondern hätte mir von euch aktuelle Kurzberichte aus allen Arbeitsgebieten gewünscht. Aufgrund meiner Präsenz bei Naturspur konnte ich die meisten Bereiche thematisieren. Die Details können jedoch nur aus den einzelnen Bereichen kommen, deren Mitglieder*innen dann auch Ansprechpartner*in für Fragen oder Kritik sind. Daher rufe ich euch auf, in Zukunft über eure Bereiche zu berichten: Das Bienenteam könnte zum Beispiel etwas über den Jahresertrag mitteilen, das Geländeteam über Pflegeaufwand und Zustand der Gärten sowie Gießproblematiken im Sommer, die einzelnen Baustellenteams über das jeweilige Bauprojekt, das Planungs­werkstatt­team über vergangene Planungswerkstätten, Bewohner über den Stand auf dem Gelände, Referent*innen in Ferienprogrammen über ihre einzelnen Aktionen … Das sind nur ein paar Beispiele, die aufzeigen, welchen Informationsgehalt das Naturspur-Konstrukt bietet. Tagesaktuelle Beispiele wie Treffen mit Politiker*innen, Antragsstellungen oder Netzwerktreffen sind hier noch nicht erwähnt.

Durch verschiedene Tätigkeiten im pädagogischen Bereich (Geländegruppe, Ferienaktionen, Kurse, Kanuaktionen, Fortbildungen etc.) stehe ich mit den meisten pädagogisch arbeitenden Menschen in stetigem Austausch. Auch wenn die letzten Treffen nicht mehr allzu präsent sind, fällt beim Lesen der Protokolle auf, wieviel Zeit und Energie hineinfloss und mit welcher Produktivität diese durchgeführt wurden. Im Vergleich zu den Pädagog*innentreffen in den Jahren zuvor, war ein gemeinsames Erarbeiten erkennbar. Es wurden Verantwortlichkeiten in verschiedenen Bereichen geschaffen. Nach meinem Gefühl haben sich bestimmte Kreise untereinander stärker vernetzt und arbeiten konstruktiver miteinander. Die Sommerferienprogramme, die in diesem Jahr unter speziellen Voraussetzungen durchgeführt werden mussten, liefen (auch in der Planungsphase) mit einem großen Engagement aller Beteiligten.
Petra erwähnt das Regelwerk. Einige der Referent*innen erinnern sich sicher noch an Zeiten, in denen regelmäßig Schnitzmesser, Zunder, Feuersteine, Sägen etc. verschwunden waren. Es gab damals schon die Entscheidung, bestimmte Gegenstände nicht mehr für jeden zugänglich aufzubewahren, damit ein professionelles Arbeiten gewährleistet ist. In sehr kleinem Kreis wurde beschlossen, dass Schnitzmesser ausgeliehen werden müssen, der Geländeschrank nur noch für wenige Menschen zugänglich ist und Kochgeschirr separat gelagert werden muss. Das stärkere Vernetzen der festen Gruppen hat meines Erachtens dazu geführt, dass seit dem Naturspur-internes Material mehr geschätzt wird und an den abgesprochenen Plätzen vorzufinden ist. Von einem Mitglied des Pädagog*innenteams kam vor einigen Wochen eine längere Mail, die meiner Meinung nach die aktuelle Situation passend darstellt. Die Person bedauert, dass es immer mehr Regeln und Verbote gibt, gleichzeitig zeigt sie dafür Verständnis. Ausschlaggebend dafür war meiner Meinung nach der vorangegangene Umstrukturierungsprozess. Zumindest hat er maßgeblich dazu beigetragen.

Vielleicht dient dieser „Klein-Kosmos“ auch als Abschluss, Zusammenfassung und Wunsch für die Zukunft von Naturspur: Schätzt das jeweilige Arbeitsumfeld eines Einzelnen. Euer Tun hat Auswirkungen oder Konsequenzen für andere Menschen im Naturspur-Umfeld. Geht davon aus, dass neue Regeln der Zufriedenheit einer großen Personengruppe dienen und versteht sie nicht als „Maßregelung“ Einzelner.

 

MARION

Die Zeit während der Umstrukturierung war für mich sehr arbeitsintensiv. Zu dem Tagesgeschäft, das von jeher mehr als die reguläre Arbeitszeit in Anspruch nimmt, kamen neue strategische Arbeitspakete dazu. Bei jeder Tätigkeit, die ich bis dato einfach erledigen konnte, stellte ich mir folgende Fragen: Macht das so noch Sinn? / Wen muss ich künftig aus Gründen der Transparenz darüber informieren? / Kann ich das noch entscheiden oder gibt es jemand anderen, der dafür zuständig ist? Ein Beispiel: Gemeinsam mit Hannes wurden alte Vorlagen überarbeitet und neue (z. B. Angebote für verschiedene Aktionen auf dem Gelände) erstellt, um Arbeitsabläufe zu vereinfachen.

Der ganze Prozess mitsamt seiner Steuerung erforderte ein hohes Maß an Energie und brachte mich an manchen Tagen an meine Grenzen. Trotz der hohen Belastung machte mir meine Arbeit bisher großen Spaß, denn ich wurde getragen von dem Gemeinschaftsgefühl, das in den Gesprächen und im täglichen Miteinander zu spüren war. Leider hat sich das in den letzten Monaten verändert. Noch immer komme ich gerne auf das Gelände, denn es ist nach wie vor der schönste Arbeitsplatz der Welt. Doch mehr ist es zur Zeit nicht.

Wir haben in den letzten Monaten mehrmals um eure Unterstützung gebeten, da wir aufgrund der Pandemie vor einer völlig neuen Situation mit ungeahnten Herausforderungen standen. Die Unsicherheit, ob der Verein überleben würde, erhöhte die Anspannung noch zusätzlich. Wir mussten Maßnahmen erarbeiten und Entscheidungen treffen, um weitermachen zu können. Dafür erhielten wir eine Menge wenig konstruktiver Kritik. Alternative Lösungsansätze, neue Ideen oder verlässliche Unterstützung boten jedoch wenige von euch an.

 

TANJA

Nach dem letzten Bautreffen bei Petra im November 2019 war klar, wer welche Aufgabe im Bauteam übernehmen wird. Im Januar fanden die ersten Treffen mit den Untergruppen statt und die Beteiligten hätten mit der Wahrnehmung ihrer klar definierten Aufgaben starten sollen. Wenige Teammitglieder engagierten sich, die meisten brauchten eine Aufforderung aus dem Büro (z. B. fehlende Rückmeldung nach Elternabenden, Infoterminen etc.) Es wurde außerdem beschlossen, dass jede Baustelle eine*n Verantwortliche*n haben soll. Mein Eindruck ist, ihr euch mit Beginn von Corona von den wenigen Baustellen, die es noch gab, zurückgezogen habt. Ich habe vermisst, dass sich nur wenige gemeldet und nachgefragt haben wie es weitergeht oder sich um Dinge gekümmert haben, die schon lange auf der to do Liste standen und durch den Umstrukturierungsprozess auch allen wieder präsent waren.

Ein Beispiel von vielen für müsste, hätte, könnte, sollen ist der Holzplatz. Seit Jahren wird darüber gesprochen, dass er aufgeräumt werden müsste. Doch niemand hat das Projekt angepackt. Im August haben wir eine Firma beauftragt, die den Holzplatz freigeschnitten hat. Nun ist alles ordentlich gestapelt und gehört in meinen Zuständigkeitsbereich.
Ein weiteres Beispiel ist die Werkstatt: nicht markierte, defekte Werkzeuge, fehlende Werkzeugsätze, die von Naturspur- und Privatbaustellen nicht wieder zurückkamen sowie die generelle Unordnung in der Werkstatt. Um professionelles Arbeiten möglich zu machen, gab es auch hier schon lange den Wunsch, Werkzeuge für Baustellen wegzuschließen. Durch Anggies Einsatz zum einen als Verantwortliche für die Werkzeuge sowie ihr unermüdliches Aufräumen ist die Werkstand in einem sehr guten Zustand. Um diesen zu erhalten, wurde das Schloss getauscht und entschieden, dass Tanja gemeinsam mit den FÖJ die Busse für die Baustellen packt.
Im Bauteam brauchen wir Menschen, die die Idee hinter dem Umstrukturierungs­prozess verstanden haben, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen und von Anfang bis zum Ende mitdenken. Ihr seid alle erwachsen und es ist nicht meine Aufgabe, euch einzusammeln.

 


In der Präsentation sind alle Protokolle verlinkt, die wir zu dem Thema verschickt hatten, um jede*n auf den gleichen Wissensstand zu bringen. Es ist eine ganze Menge an Information, die letztendlich zur aktuellen Organisationsstruktur geführt hat. Nach der Studie der Präsentation habt ihr die Möglichkeit in einem Portal eure Fragen zu stellen und Anregungen loszuwerden. Bitte behandelt dieses Dokument vertraulich und löscht keine Beiträge. Tragt alles, was ihr loswerden wollt, bis zum 29.11.2020 in dieses Dokument ein. Wir haben uns die Frage gestellt was uns seit März motiviert hat weiterzumachen. Diese Frage geben wir an euch weiter. Am 7.12.2020 laden wir zu einem Online-Meeting, in dem diese Fragen beantwortet werden und es außerdem die Möglichkeit zum weiteren Austausch gibt.

Trotz der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden widrigen Umständen wird es Naturspur auch 2021 noch geben. Das Krisenmanagement funktioniert gut und wir sind davon überzeugt, dass der Umstrukturierungsprozess die Basis dafür geschaffen hat. Er hat uns in die Lage versetzt, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, zu erkennen welche Ausgaben wir einsparen können und an welchen Schrauben wir drehen müssen, um eine gesunde Organisation zu bleiben.
Wir blicken gespannt in die Zukunft von Naturspur und auf den Weg, den wir 2021 gemeinsam gehen.


1. Chronologie

  • 15.04.2019: Außerordentliche Mitgliederversammlung
  • Mai-Juli 2019: Bestandsaufnahme (Finanzen 2017) in verschiedenen Projektgruppen
  • 26.08.2019: Präsentation der Ergebnisse der Bestandsaufnahme (Finanzen / Abläufe)
  • September-Dezember 2019: Überprüfung der Abläufe, Strukturen in den Arbeitsgruppen
  • Dezember 2019: erstes Organigramm
  • Februar 2020: Geplanter Start Naturspur 2.0

2. Außerordentliche Mitgliederversammlung


Präsentation der Historie von Naturspur e.V.

Moderation des weiteren Prozesses mit Begleitung (Martina Thum)

Gewünschtes Ziel des Abends:

  • alle sollen verstehen was los ist / Aufklärung
  • Stimmungsbild von allen
  • Zeitschiene
  • Gruppe, die Verantwortung für den Prozess übernimmt
  • nächste Ziele/ Termine

- - - - -

Tagesordnung Außerordentliche Mitgliederversammlung vom 15.04.2019

  • 15 Jahre Naturspur von der Vision zur Realität
  • Wer will weiter machen???
  • Wir stellen die Existenzfrage!!!
  • Konkret werden

- - - - -

Historie Naturspur

  • 2004 erstes Spielgelände in Ottersheim
    mittlerweile 150 Spiellandschaften
  • erstes gedrucktes Programm
    Vom 3-seitigen Flyer zum 40-seitigen Programmheft
  • Gelände in Otterstadt
    Vom Tennisplatz zum Naturerlebnisgelände,
    das jährlich von über 8.000 Menschen besucht wird

- - - - -

Protokoll der Mitgliederversammlung (Martina Thum)
PDF: https://naturspur.de/wp-content/uploads/2020/11/Martina_Protokoll2_Mitgliederversammlung.pdf


3. Bestandsaufnahme

Agenda 2. Treffen 26.08.2019

Bestandsaufnahme
Vorstellung der Ergebnisse der Arbeitsgruppen:
Pädagogik
Gelände
Bau
Allgemein
Transparenz

Querfinanzierung

Konsequenzen
Was wurde schon optimiert?

Wie geht es weiter?

- - - - -

Protokoll (Martina Thum):
PDF: https://naturspur.de/wp-content/uploads/2020/11/Martina_Protokoll_Treffen-alle.pdf

- - - - -

Protokolle Struktur / Orga

Nach dem Termin mit Martina und dem Abschluss der Bestandsaufnahme gab es ein gruppenübergeordnetes Treffen, um dann in den Teams über die Struktur / Umstrukturierung zu sprechen:

Protokolle BauTeam
BauteamOrga_Protokoll_1.pdf vom 10.11.2019
BauteamOrga_Protokoll_2.pdf vom 30.11.2019

Protokolle Pädagogen
PädagogenOrga_Protokoll_1.pdf 28.10.2019
PädagogenOrga_Protokoll2.pdf 3.11.2019

- - - - -

Aus den Protokollen wurde ein Strukturdiagramm erstellt. Die 3 Hauptkreise Pädagogik, Bau und Gelände wurden mit Unterkreisen und teilweise schon mit Verantwortlichen versehen. In einer Übersichtsgrafik wurde zudem das Büro und die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Kreisen verzeichnet.


4. Budget-Planung

Budgetplanung für 2020 fürs Gelände und Allgemeinkosten / 24.01.2020
PDF: https://naturspur.de/wp-content/uploads/2020/11/Budget_Planung.pdf


5. Soziokratie

Die vorerst abschließende Aufgabe war, alles bisher Erarbeitete in eine Organisationsform zu überführen, welche sinnvoll und ressourcensparend komplexe Strukturen verwaltet und größtmögliche Beteiligung und Transparenz ermöglicht. Petra und Marion haben aus diesem Grund Anfang Februar (4.&5.02.2020) an einem Soziokratie-Seminar in Berlin teilgenommen. Es gab in Folge ein Kleintreffen, welches unter soziokratischen Gesichtspunkten durchgeführt wurde. In allen weiteren geplanten Treffen (Bau, Pädagogik, etc.) sollte dieses Prinzip eingeführt und erklärt werden ... leider gab es aufgrund des ersten Lockdowns Mitte März dazu keine Möglichkeit. Im Folgenden verlinken wir ein PDF zu den Grundlagen der Soziokratie, sowie weitere Flip-Charts aus dem genannten Seminar. Ein Flip-Chart wird gesondert hervorgehoben, da hier eine ähnliche Struktur wie in der vorangegangen Grafik zu erkennen ist. Dieses Flip-Chart diente auch als Grundlage, unsere bestehende Strukturgrafik unter soziokratischen Gesichtspunkten abzugleichen und anzupassen.

Im ersten PDF werden alle Rollen und Vorgehensweisen einer soziokratischen Struktur erklärt:
PDF: Workshopunterlagen: Soziokratie auf dem Weg zu partizipativer Führung

Ausgewählte Flip-Charts aus dem genannten Seminar:
https://naturspur.de/wp-content/uploads/2020/11/Skript_SKM_Einfuehrung_Flipcharts_3.pdf
https://naturspur.de/wp-content/uploads/2020/11/Skript_SKM_Einfuehrung_Flipcharts_4.pdf
https://naturspur.de/wp-content/uploads/2020/11/Skript_SKM_Einfuehrung_Flipcharts_10.pdf
https://naturspur.de/wp-content/uploads/2020/11/Skript_SKM_Einfuehrung_Flipcharts_14.pdf
https://naturspur.de/wp-content/uploads/2020/11/Skript_SKM_Einfuehrung_Flipcharts_15.pdf
https://naturspur.de/wp-content/uploads/2020/11/Skript_SKM_Einfuehrung_Flipcharts_20.pdf

Folgendes Flip-Chart war die Grundlage für das nachfolgende Naturspur-Strukturmodell:

 

Die Grafik kann zur besseren Lesbarkeit hier als PDF heruntergeladen werden:
https://naturspur.de/wp-content/uploads/2020/11/Soziokratie.pdf


6. Corona: Auswirkungen /Aktivitäten / Mehrarbeit

  • Busverkauf / Autoverkauf
  • Leo Kündigung / kein Kurzarbeitsgeld
  • Marion Kurzarbeit seit März bis vorraussichtlich Ende 2020 (Aufstellung Kurzarbeit monatlich neu)
  • Anträge: hopp-stiftung, Briefe Ministerien (Umwelt und Forsten, Bildung, Familie), 2 Corona-Soforthilfen Anträge für Vereine, Heldentaten Pfalzwerke ANU-Statistiken (Einnahmeeinbußen) für Anträge auf Bundesebene mehrmals
  • eigenes Hygienekonzept (https://naturspur.de/wp-content/uploads/2020/06/Hygiene_Konzept_Naturspur.pdf) mit resultierendem Geländeumbau / Kennzeichnung (Kompostklo auf der Spielbaustelle)
  • Treffen mit Kreisjugendring / Daniel Merk Kreisjugendpfleger zur Abstimmung Hygienekonzept etc.
  • Umstrukturierung Sommerferienprogramm (eine Hauptreferent*in und eine Hilfskraft) dadurch Überschuss
  • erhöhter Anmeldeaufwand (Nupian, Homepage, Newsletter, etc.)
  • Stundung Pacht Gelände / FÖJ Eigenanteil
  • Bewerbung Soliprojekte: Lagerfeuerstühle / Bienenhotels / Pflanzenverkauf / Brennholzverkauf
  • Spende Erlös Maskenverkauf handfairlesen 500.- €
  • Erlös Mehrwertsteuerreduzierung unverpackt Laden 350.- €
  • Einrichtung von digitaler Plattform für Planungswerkstatt
  • Gieß- und Tierdienst wurde von Naturspurlern übernommen
  • Ausfälle: Vermietungen, Nachtcafes, Osterferienprogramm, teilweise Planungswerkstätten, Baustellen, Fortbildungen, alle festen Gruppen, Geländevormittage, Kanuaktionen, ...
  • Transparenz: interner Newsletter

7. Weiteres Vorgehen

Unter folgendem Link haben wir ein OpenSource-Dokument eingerichtet, in dem jede*r ohne Anmeldung kommentieren kann. Das Dokument wird automatisch gespeichert, ihr müsst also nur reinschreiben. Da jede*r Änderungen vornehmen kann, bitten wir Euch, keine Beiträge zu löschen oder umzuschreiben. Hier geht es zum Dokument: https://etherpad.wikimedia.org/p/Naturspur